Welche Matratze passt zu mir?

Erholsamer Schlaf ist Gold wert. Selig vor sich hinschlummern, in eine wunderbare Traumwelt eintauchen und frisch und munter morgens aufwachen – was gibt es Besseres? Dafür brauchen Sie aber die perfekte Unterlage, sonst wird aus jedem noch so schönen Traum ein wahrer Alptraum. Was Sie beim Matratzenkauf beachten sollten und welche Matratze für Ihre Bedürfnisse die Richtige ist, erfahren Sie im Folgenden.

Matratze passend zur Liegeposition

In welcher Pose finden Sie am schnellsten den Weg ins Land der Träume? Während des Schlafens haben Sie eine besondere Position, die Sie gerne einnehmen. Sie verharren zwar nicht die ganze Nacht darin, denn Sie bewegen sich auch im Schlaf – was gut ist, damit sich Ihre Muskeln lockern und die Bänder entspannen.

Oftmals verändern Sie Ihre gewohnte Schlafposition, um Schmerzen zu umgehen, beispielsweise bei Verspannungen oder Rückenschmerzen. Sie sollten aber viel weniger von Ihren Gewohnheiten ablassen, sondern eher überprüfen, was Ihr Körper braucht, um sich zu entspannen. Deshalb ist die richtige Matratze das Um und Auf für einen gesunden und guten Schlaf.

Die verschiedenen Schlafpositionen

Grundsätzlich werden drei Schlaftypen unterschieden: der Seitenschläfer, der Rückenschläfer und der Bauchschläfer. Zu erwähnen ist außerdem auch noch der sogenannte Aktivschläfer.

Egal welche Position Sie am liebsten einnehmen – es ist wichtig, dass schwere Partien wie Schultern und Becken weich einsinken und andere Stellen wie Taille und Nacken optimal gestützt werden, damit die natürliche Doppel-S-Krümmung der Wirbelsäule erhalten bleibt.

1.   Der Seitenschläfer

Die Seitenlage zählt zur beliebtesten Körperhaltung zum Ein- und Durchschlafen. Dafür gibt es gute Gründe: der Seitenschläfer nimmt eine eher körperschonende Haltung während des Schlafes ein. Denn die Atmung wird erleichtert und der Rücken entlastet.

Matratzen für Seitenschläfer

Seitenschläfer müssen in die Matratze einsinken können. Sie sollte nicht zu hart sein.

Zudem werden die inneren Organe in dieser Position am wenigsten belastet. Allerdings kann sie zu unangenehmen Verspannungen im Nackenbereich führen, denn manch ein Seitenschläfer liegt oft etwas verdreht.

Seitenschläfer brauchen flexible und elastische Matratzen. Wichtig ist, dass die Matratze für Seitenschläfer eine gleichmäßige Druckverteilung aufweist und in Liegezonen aufgeteilt ist. Punktelastische Matratzen, wie etwa Kaltschaum-, Viscoschaum-, oder Gelschaummatratzen sind für eine optimale Druckverteilung besonders gut geeignet.

Zudem sollten Sie eine Mindesthöhe von 18 cm wählen, damit schwere Körperteile tief genug einsinken können. Unser Top-Produkt für Seitenschläfer:

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2.   Der Rückenschläfer

Deutlich weniger Menschen schlafen während der Nacht in Rückenlage. Vorteile dieser Schlaflage ergeben sich für Personen, die mit Sodbrennen oder Reflux-Problemen zu kämpfen haben, denn der Rückfluss der Magensäure wird in dieser Position verringert. Allerdings bewegen sich Rückenschläfer normalerweise eher weniger, so werden Muskeln und Bänder oftmals nicht richtig gelockert und entspannt.

Gesunde Schlafposition

Schlafen am Rücken gilt als gesunde Schlafposition

Die perfekte Matratze für Rückenschläfer sollte punktelastisch und eine optimale Druckentlastung aufweisen, damit sich die Bandscheiben regenerieren können. Kaltschaum-, Gelschaum- oder auch Viscoschaummatratzen können Sie als Rückenschläfer getrost verwenden.

Zu empfehlen sind auch Liegezonenmatratzen, um den Körper ergonomisch entsprechend zu betten. Hier kommt unsere Top-Empfehlung für Rückenschläfer:

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Ergonomische Kaltschaummatratze Orthopädisch-ergonomisch geformte Kaltschaummatratze. Der Schaum-Kern hat Härtegrad H2-H3; Also weder hart noch weich, sondern mittel-fest für Personen zwischen 50 - 120 kg. Bei Amazon ansehen * Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der Preis bei 299€.

3.   Der Bauchschläfer

Am Bauch schlafen die wenigsten Schlafmützen. Bauchschläfer sind eher unruhige Zeitgenossen, da sie oft Schmerzen, die durch die eher unangenehme Lage hervorgerufen werden, versuchen auszugleichen.

Latexmantratze für Bauchschläfer

Gerade für Bauchschläfer ist eine Latexmatratze ideal!

Auf dem Bauch liegend schlafen, gilt als ziemlich ungesund, weil die Wirbelsäule in Bauchlage kaum eine natürliche Position einnehmen kann. Daher sollte der Körper mit einer passenden Matratze Unterstützung bekommen, beispielsweise mit dieser Top-Matratze:

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Orthopädische 7-Zonen Matratze Die ergonomische Körperanpassung sorgt für eine angenehme Druckentlastung. Härtegrad: 3 - RG: 45 (empfohlen bei Körpergewicht von 80-120 kg). Bei Amazon ansehen * Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der Preis bei 149,90€.

Das Becken sollte in dem Bereich, wo es aufliegt, durch eine festere Struktur gestützt werden. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die Matratze nicht zu hart und nicht zu weich ist.

Bei zu weichen Matratzen hängt der Körper durch und zu harte Modelle lassen den Körper nicht genügend Raum zum Einsinken. Bauchschläfer sollten tendenziell eher eine festere Matratze wählen.

Empfehlenswert sind punktelastische Matratzen mit hoher Rückstellkraft, die sich schnell an neue Schlafpositionen anpassen. Als Bauchschläfer sollten Sie sich für eine Taschenfederkern-, eine Tonnenfederkern- oder eine Kaltschaummatratze mit Liegezonen entscheiden.

4.   Der Aktivschläfer

Aktivschläfer Matratzen

Aktivschläfer schlafen oft sehr unruhig und brauchen eine multifunktionale Matratze!

Aktivschläfer sind, wie der Name vermuten lässt, in der Nacht sehr aktiv. Sie wälzen sich mehrfach pro Stunde von einer Seite auf die andere und sind somit Seitenschläfer, Rückenschläfer und Bauchschläfer in einem. Deshalb ist es für einen Aktivschläfer gar nicht so einfach die passende Matratze zu finden.

Im besten Falle ist eine sehr flexible, punktelastische Matratze für Aktivschläfer gut geeignet. Diese kann sich besonders schnell an die verschiedenen Schlafpositionen anpassen. Außerdem sollte die Matratze über eine hohe Rückstellkraft verfügen. Zu empfehlen sind auch Matratzen mit ergonomischer Zonierung, wie etwa eine 7-Liegezonen-Matratze. Gut beraten sind Aktivschläfer mit Kaltschaum-, Taschenfederkern- und Tonnentaschenfederkernmatratzen.

Welche Matratze ist nun für Sie geeignet?

Schon in dn vorangegangenen Zeilen haben Sie von den verschiedensten Matratzenarten gelesen. Doch was ist das Besondere an Kaltschaum, Viscoschaum, Latex, Gelschaum und Co.? Hier folgt eine Übersicht über die wichtigsten Matratzentypen samt Vor- und Nachteilen.

Kaltschaummatratzen

Bei dieser Matratzenart handelt es sich um aufgeschäumtes Polyurethan, das nicht unter Wärme aushärten muss – daher auch der Name. Der Schaumstoff ist entsprechend der körpergerechten Liegezonen mit Einschnitten versehen.

Das Material ist sehr vielseitig und sorgt für ein angenehmes weiches bis mittleres Liegegefühl. Je nach Ihren Bedürfnissen sollten Sie noch auf Härtegrad, Zonenaufbau und Raumgewicht achten, da es je nach Modell große Unterschiede gibt:

VorteileNachteile
+ Sehr punktelastisch- Bei hohem Körpergewicht weniger geeignet
+ Gute Wärmeisolierung
+ Geringes Gewicht
+ Hygienisch

Viscoschaummatratzen

Viscoschaum wird oft auch als Gedächtnisschaum bezeichnet, denn das Material verfügt über ein Formgedächtnis: Unter Einwirkung von Wärme und Druck gibt der „Memory-Foam“ nach und formt so die Körperkonturen nach. Dieser Matratzentyp passt sich also perfekt jedem Körper an.

In der Regel besteht der Kern einer Viscoschaummatratze aus Kaltschaum oder Federkern. Das fast schwerelose Liegegefühl lässt speziell Menschen mit Rückenprobleme ruhig schlafen. Außerdem speichert Viscoschaum die Körperwärme.

VorteileNachteile
+ Optimal bei Rückenproblemen- Schlecht für Bauch-& Aktivschläfer“ geeignet
+ Perfekte Körperanpassung- Schlecht kombinierbar mit billigem Lattenrost
+ Warmes Liegegefühl
+ Absolute Geräuschlosigkeit

Gelschaummatratzen

Gelschaum ist dichter und fester als Kaltschaum. Aber dennoch passt es sich optimal an den Köper an und zeichnet sich durch eine hervorragende Druckentlastung aus. Darauf liegen Sie weich bis mittel und Sie sinken sogar etwas ein.

Meistens besitzen die Matratzen einen stützenden Kaltschaum- oder Federkern. Im Gegensatz zum Viscoschaum verfügt die Gelschaummatratze über eine hohe Rückstellkraft, sodass sich der Schaum wieder perfekt Ihrer Schlafposition anpasst.

VorteileNachteile
+ Ausgezeichnete Köperanpassung- Nicht für höheres Körpergewicht geeignet
+ Sehr gute Stützwirkung
+ Hohe Luftzirkulation
+ Hohe Langlebigkeit

Federkernmatratzen

Bei Taschenfederkernmatratzen sind Drahtfedern einzeln in Hüllen eingenäht, sodass die Matratze punktelastisch ist, weniger quietscht und auch nicht nachschwingt. Tonnenfederkernmatratzen besitzen Federn mit einer bauchigen Form, welche für mehr Elastizität sorgen und ein weicheres Liegegefühl bieten.

Der Hohlraum im Inneren ist verantwortlich für eine gute Durchlüftung und einen idealen Feuchtigkeitstransport. Teurere Modelle haben durch mehrere kleine Federn oft eine bessere Punktelastizität. Das Liegegefühl ist mittel bis fest. Dieser Matratzentyp kann von allen Schlaftypen verwendet werden.

VorteileNachteile
+ Angenehme Belüftung- Relativ hohes Gewicht
+ Sehr gute Stützkraft- Nur mit Bezug für Allergiker geeignet
+ Gutes Preis-Leistungsverhältnis- Günstige Modelle mit Nachteilen

Latexmatratzen

Eine Latexmatratze wird aus aufgeschäumten Kautschuk hergestellt. Zu unterscheiden sind Naturlatex-, synthetische Latex- und Talalay-Latexmatratzen. Sie gelten als sehr hygienisch und sind kaum ein Nährboden für Bakterien.

Zudem passen sie sich ausgezeichnet an den Körper und die jeweilige Schlafposition an – sind also für jeden Schläfer geeignet. Sie werden außerdem von Menschen mit Rückenproblemen gerne verwendet.

VorteileNachteile
+ Hohe Punkelastizität- Hohes Gewicht
+ Optimale Druckverteilung- Hohe Anschaffung
+ Guter Wärmespeicher- Pflegeintensiv
+ Besonders langlebig
+ Für Allergiker ausgezeichnet geeignet

7-Zonen-Matratzen

Eine 7-Zonen-Matratze besitzt sieben Zonen – streng genommen handelt es sich dabei allerdings um vier gespiegelte Zonen: eine für den Kopf-, den Schulter-, den Becken- und den Hüftbereich. Die drei Zonen für Unterschenkel und Füße entsprechen den Zonen für Kopf, Schultern und Becken.

Der Vorteil dieser Einteilung ist, dass man die Matratze drehen und wenden kann. Außerdem passt sich diese Matratze perfekt an den Körper und Lattenrost an. Die Matratze verfügt auch über eine ausgezeichnete Punktelastizität.

VorteileNachteile
+ Ergonomische Körperanpassung
+ Köpergerechte Unterstützung und Entlastung
+ Ausgezeichnete Punktelastizität
+ Wendematratze

Qualität und Eigenschaften von Matratzen

Auf der Suche nach der perfekten Matratze sind Sie bestimmt auf Begriffe wie Härtegrad und Raumgewicht gestoßen. Was Sie bei diesen Merkmalen beachten sollten, lesen Sie im Folgenden:

Härtegrad

Härtegrade Matratzenkauf

Der Härtegrad sollte an Schlafposition und Körpergewicht angepasst sein!

Bis zu fünf Härtegrade sind bei Matratzen zu finden, die nach Körpergewicht und Körpergröße ausgesucht werden sollten. Der Härtegrad sollte unbedingt auf die Körpermaße ausgerichtet sein, damit der Körper korrekt gelagert wird. Ansonsten kann dies zu Rücken- und Nackenschmerzen, Durchblutungsstörungen und Druckstellen führen.

Ein entscheidender Faktor für die Wahl des richtigen Härtegrades ist das eigene Körpergewicht:

H1 = weich / soft: bis 60 kg
H2 = mittelfest / medium: bis 61 bis 80 kg
H3 = fest: 81 bis 100 kg
H4 = extra fest: 101 bis 129 kg
H5 = XXL: ab 130 kg

Raumgewicht

Das Raumgewicht gibt die Masse des Materials an, das für einen Kubikmeter des Schaumstoffs verwendet wurde. Eine Matratze ist langlebiger, elastischer und stabiler, je höher das Raumgewicht ist. Dadurch ist aber auch das Gewicht höher. Matratzen mit dem RG 35 aufwärts sind qualitativ hochwertig.

RG 20-25: niedriger Qualität, Lebensdauer 1-2 Jahre
RG 30-35: mittlerweile Qualität, Lebensdauer 3-6 Jahre
RG 40+: hochwertige Qualität, Lebensdauer 6-8 Jahre
RG 50+: sehr hochwertige Qualität, Lebensdauer 8-10 Jahre
RG 60+: exzellente Qualität, Lebensdauer über 10 Jahre

Was sollten Sie als Allergiker beachten?

Hatschiii – eine Allergie ist ziemlich lästig und anstrengend, wenn sie dann noch für schlaflose Nächte sorgt, dann ist das nicht nur unangenehm, sondern auch ungesund. Deshalb sollten Allergiker besonders auch auf ihre Schlafunterlage achten.

Achten Sie beim Kauf, ob die Matratze für Allergiker geeignet ist!

Eher schlecht geeignet sind Matratzen, deren Inhalt aus Stoffen tierischen Ursprungs besteht. Denn diese Produkte lassen sich schlecht reinigen bzw. waschen.

Oft bestehen weitere Allergien, wie beispielsweise gegen Tierhaare. Federkernmatratzen sind anfälliger für Staub und deshalb auch für Menschen mit einer Hausstauballergie eher ungeeignet.

Empfehlenswert für Allergiker sind hochwertige Kaltschaum- oder Latex-Matratzen, denn in diesen Modellen mit einem feinporigen Innerem ist es eher unwahrscheinlich, dass sich Milben und Bakterien einnisten und vermehren. Hier ein empfehlenswertes Modell für Allergiker:

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Außerdem sollten Allergikermatratzen über eine gute Belüftung verfügen und den Abtransport von Feuchtigkeit vom Schläfer sichern.

Die Bezüge der Matratze sollten abnehmbar und bei mindestens 60° waschbar sein. Auch ein milbendichter, antibakterieller Bezug kann die Zahl der Allergene nochmals minimieren.

Hinweise wie „Für Allergiker geeignet“ sind genauso hilfreich wie spezielle Siegel von unabhängigen Instituten wie ÖKO Test oder Stiftung Warentest.