Hart, weich, dick, dünn, synthetisch, natürlich… das Spektrum beim Angebot von Matratzen ist inzwischen so groß, dass die Auswahl richtig schwerfällt. Wir nehmen heute das Kriterium „Härtegrad“ von Matratzen genauer unter die Lupe und klären auf: Gibt es eigentlich DIE richtige Matratze und welche Einflussfaktoren müssen Sie beim Kauf einer Matratze berücksichtigen?

Wie man sich bettet so liegt man…

Rund ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch mit Schlaf. Damit dieser Anteil der Lebenszeit gut investiert ist, sollte die Matratze optimal auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt sein.

Der perfekte Matratzen-Härtegrad kann nämlich nicht pauschal festgelegt werden: Gewicht, Körperform sowie Komfortwünsche bilden u.a. zentrale Komponenten, die Ihre Wahl beeinflussen sollten.

Was bedeutet „Härtegrad“ genau?

Härtegrade Matratzenkauf

Der Härtegrad sollte an Schlafposition und Körpergewicht angepasst sein!

Eines vorweg: Es gibt keine einheitliche Norm zur Bestimmung des Matratzen-Härtegrades. Die verschiedenen Hersteller greifen daher auf unterschiedliche Kategorisierungen zurück. Relativ weit verbreitet ist die Einteilung in H1 (weich), H2 (mittel), H3 (hart) und H4 (sehr hart).

Sowohl die Dichte als auch die „Stauchhärte“ (beschreibt die Festigkeit) des Matratzen-Materials beeinflussen den Härtegrad einer Matratze.

Bei der Auswahl der perfekten Schlafunterlage spielen sowohl körperliche Voraussetzungen als auch subjektive Präferenzen eine entscheidende Rolle.

Berücksichtigen Sie beim Kauf Ihr Körpergewicht

Für eine gesunde und erholsame Schlafposition ist es wichtig, dass sich die Wirbelsäule in einer geraden Position befindet.

Sowohl bei zu weichen als auch bei zu harten Matratzen kommt es zu einer Krümmung der Wirbelsäule, welche sich nicht nur negativ auf die Qualität des Schlafs auswirkt, sondern auch zu Folgeprobleme (wie etwa Rückenschmerzen) führen kann.

Matratze Rückenschmerzen

Der falsche Härtegrad der Matratze kann zu Rückenschmerzen führen

Ein entscheidender Faktor für die Wahl des richtigen Härtegrades ist das eigene Körpergewicht. Sie können sich an folgender groben Einteilung orientieren:

  • H1 – Matratzen sind sehr weich und anschmiegsam. Sie eignen sich für Personen bis 60kg.
  • H2 bedeutet ein sehr populärer, mittelfester Härtegrad. H2 Matratzen sind für Personen bis ca. 85kg, die es bevorzugen etwas anschmiegsamer zu schlafen, gut geeignet.
  • Härtegrad H3 wird für Menschen mit einem Gewicht über 80kg empfohlen, die gerne nicht zu weich liegen. Das maximale Belastungsgewicht liegt um die 100-110kg.
  • Matratzen mit Härtegrad H4 sind sehr fest und versprechen ein sehr festes Liegegefühl. Bei einem Körpergewicht zwischen 110 und 130 kg eignen sich H4 Matratzen meistens am besten.
  • H5 Matratzen werden aufgrund der geringen Nachfrage selten im Handel angeboten. Sie sind für Menschen mit einem Körpergewicht von über 130 kg meistens die beste Wahl.

Ein besonders empfehlenswertes, mittelfestes Modell wäre beispielsweise die Bodyguard Anti-Kartell-Matratze. Wir finden bei diesem Produkt das Preis-Leistungsverhältnis einfach überzeugend.

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Praktisch: die Matratze darf man 100 Nächte ausprobieren. Die Bodyguard-Matratze wurde zudem bereits mehrfach von Stiftung-Warentest als Testsieger mit Bestnoten ausgezeichnet. Bei Amazon gibt es übrigens auch die weiche Variante.

Welcher „Schlaftyp“ sind Sie?

Auch wenn sich die Schlafposition bei vielen von uns im Verlauf der Nacht ändert, so haben wir doch meist eine bevorzugte Lage.

Matratze Schlafposition

Eine Matratze sollte je nach Schlafposition gewählt werden!

Die Schlafposition beeinflusst maßgeblich, welcher Härtegrad für Sie die beste Wahl ist:

Bauchschläfer liegen auf härteren Matratzen komfortabler. Wichtig ist, dass sich die Matratze trotz Festigkeit der Körperform anpasst.

Die ideale Seitenschläfer Matratze ist ein etwas weicheres Modell. Achten Sie aber darauf, dass sich die Wirbelsäule beim Liegen in der Seitenlage nicht durchhängt. Ist die Matratze zu hart, knickt die Wirbelsäule in Schulter- und Beckenbereich ein. Auch dies sollte vermieden werden.

Für Rückenschläfer eignet sich tendenziell eine etwas härtere Matratze besser. Sie können einen ganz einfachen Test machen: Passt die Hand im Lenden- und Halswirbelbereich zwischen Rücken und Matratze, ist sie zu hart. Hängt die Wirbelsäule beim Liegen durch, ist die Matratze zu weich.

Der Faktor „Alter“

Bei Kleinkindern liegen Sie mit der goldenen Mitte in den meisten Fällen richtig.

Matratze für Kinder

Eine Matratze für Kinder sollte an den richtigen Stellen nachgeben

Entscheidend ist, dass die Matratze bequem ist und sich an den kleinen Körper anpasst. Am besten ist, wenn die Einsinktiefe zwischen 3 und 4 cm beträgt. Mehr sollten es nicht sein, damit ein Durchhängen der Wirbelsäule vermieden wird.

Heranwachsende und junge Menschen ohne Rückenprobleme schlafen in der Regel auf etwas härteren Matratzen besser. Sie geben dem Rücken eine stabile Unterstützung. Der Großteil der Belastung wird dabei von den Knochen aufgenommen, was zur Entspannung der Muskeln führt.

Mit fortschreitendem Alter empfiehlt es sich tendenziell auf etwas weichere Matratzen umzurüsten. Bei Druck- und Schmerzempfindlichkeit eignen sich weichere Matratzen, da sie weniger Widerstand leisten und für Druckentlastung sorgen.

Die richtige Matratze bei Rückenschmerzen

Menschen mit Rückenschmerzen sollten tendenziell zu einer etwas weicheren Matratze greifen. Besonders bei spezifischen Rückenproblemen wie Arthritis oder Skoliose kann eine zu harte Matratze die Beschwerden verstärken.

Ärzte bemängeln immer wieder, dass Menschen mit Rückenleiden auf zu harten Matratzen liegen. Der ideale Härtegrad für Personen mit Rückenschmerzen liegt irgendwo im mittelfesten Bereich.

Handelt es sich um chronische und starke Beschwerden sollten Sie auf orthopädische Matratzen zurückgreifen. Diese sind komplexer aufgebaut und unterteilen sich meistens in sieben unterschiedliche orthopädische Zonen, die je nach Erfordernissen unterschiedlich zusammengesetzt sind und damit auch optimal angepasst werden können. Produktempfehlung:

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Diese Matratze von Ravensberger besticht durch hohe Qualität, ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis und 10 Jahre Garantie.

Orthopädische Matratzen sind im Vergleich zu vielen „normalen“ Matratzen zwar etwas teurer, dafür aber mit vielen Extras (u.a. punktoptimale Körperanpassung, speziellen Absenkungen und Stützen) ausgestattet.

Worauf gilt es in der Schwangerschaft zu achten?

Schwangere Frauen sollten die Rückenlage beim Schlafen vermeiden, da sich in dieser Position das gesamte Gewicht der Gebärmutter auf die Organe, die aufsteigende Hohlvene und dem Rücken verlagert.

Matratze Schwangerschaft

Die Rückenlage wird für Schwangere weniger empfohlen!

Ärzte und Hebammen empfehlen daher mehrfach die (linke) Seitenlage, sie ist für den Körper der Frauen und ihr ungeborenes Baby deutlich schonender. Die Seitenposition entlastet den Herz- und Kreislauf von Mutter und Kind. Zudem kann die Hohlvene, welche vom Becken an der Wirbelsäule Richtung Herz verläuft, ungehindert arbeiten.

Berücksichtigt man damit zwei wesentliche Faktoren: Gewichtszunahme während der Schwangerschaft und seitliche Schlafposition, so darf die Matratze für schwangere Frauen auf keinen Fall zu weich sein.

Wichtig ist sich wohlzufühlen

Schlussendlich darf ein entscheidendes Stichwort, nämlich „subjektives Wohlfühlen“, nicht fehlen. Um gut schlafen zu können, muss sich die Person vor allem wohlfühlen.

In Bezug auf die Härte der Matratze gibt es unterschiedliche Vorlieben, denen Sie beim Kauf der Matratze unbedingt folgen sollten. Wenn es der Verkäufer zulässt, ist natürlich auch ein längeres Probeliegen zu empfehlen. Nur so können Sie sich sicher sein, dass die Matratze Ihren Ansprüchen genügt!

Fazit zum Thema harte oder weiche Matratze

Als Grundregel gilt: Je höher das Gewicht, umso härter/fester sollte die Matratze sein. Zudem ist die Schlafposition entscheidend: Bauch- und Rückenschläfer brauchen eine Matratze, die ein Durchhängen der Wirbelsäule verhindert und sollten daher tendenziell zu härteren Matratzen greifen.

Für Seitenschläfer und Personen mit Rückenleiden sind weiche Matratzen besser geeignet. Auch ältere Menschen liegen aufgrund der häufig zunehmenden Druckempfindlichkeit in der Regel auf weichen Matratzen besser.

Posted by Mag. Gerald Bacher