Rückenschmerzen: Die häufigsten Ursachen, Symptome & was Sie tun können

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Mag. Gerald Bacher

Bei Dorsofit.com erfahren Sie alles über die häufigsten Rücken- und Nackenbeschwerden. Neben Informationen über Ursachen und Symptome erhalten Sie zudem hilfreiche Tipps  zu Prävention, Training und Schmerzbehandlung.

Rückenschmerzen (auch Kreuzschmerzen), betreffen heutzutage einen Großteil der Menschen. Dabei sind die Ausprägungen vielfältig und können an verschiedenen Stellen auftreten und ihre Ursache finden: unterhalb des Rippenbogens, oberhalb der Gesäßfalte, bei den Lendenwirbeln und ihren gelenkigen Verbindungen, beim Kreuzbein, Steißbein und auch an den Bandscheiben. Umgeben sind diese von zahlreichen Bändern, Sehnen und Muskeln, welche ebenfalls betroffen sein können.


Auch im unteren Teil des Rückenmarks können Schmerzen auftreten. Bei dieser Vielfalt ist eine Diagnose oft schwierig – wir verraten Ihnen hier die häufigsten Ursachen und Symptome für Rückenschmerzen, sowie 6 Sofortmaßnahmen, mit denen Sie die Schmerzen lindern können.

Rücken Schmerzen

Rückenschmerzen entstehen nicht selten durch zu langes Sitzen

Es gibt eine Vielzahl von Rückenleiden: Die Schmerzen können beispielsweise akuter oder chronischer Natur sein. Sie unterscheiden sich natürlich auch in der Lokalisierung und der Frage, ob außer dem lokalen Bereich auch noch andere Areale betroffen sind. Grob unterscheidet man zunächst zwischen sogenannten unspezifischen und spezifischen Rückenschmerzen:

1. Unspezifische Rückenschmerzen

Das größte Problem bei der Behandlung von Rückenschmerzen ist häufig die Lokalisierung. In den meisten Fällen handelt es sich nämlich um unspezifische bzw. nichtspezifische oder auch funktionelle Rückenschmerzen. Neuere Forschungen betiteln etwa 85% aller Rückenschmerzen als solche.


Das bedeutet, man leidet unter Schmerzen, die nicht auf eine eindeutige körperliche Ursache zurückzuführen sind, wie es etwa bei Schäden am Rückgrat oder diagnostizierten Krankheiten der Fall ist.

Unspezifische Rückenschmerzen

Oft ist die Schmerzlokalisierung schwierig

Betroffen ist vor allem die 30- bis 50-Jährige Bevölkerung, doch auch immer mehr Schüler (2 von 3) zwischen 10 und 16 Jahren klagen über Rückenbeschwerden. Dabei geben Mädchen häufiger an, unter Rückenschmerzen zu leiden, als Jungen. In den meisten Fällen sind unspezifische Rückenschmerzen harmlos und nur akut (weniger als 6 Wochen). Bei einer längeren Dauer und wiederkehrenden Problemen besteht allerdings die Gefahr von chronischen Rückenschmerzen. Diese definieren sich ab einer Dauer von mehr als 12 Wochen.


Behandlung: Aufgrund der schwierigen Problemverortung, erfolgt die Therapie von unspezifischen Rückenschmerzen meist symptomatisch. Im Fokus steht die Schmerzlinderung als eine Art erste Hilfe, danach bemüht man sich um die Verbesserung der Beweglichkeit und um die Kräftigung der Muskulatur. Weiter unten finden Sie unsere 6 Sofortmaßnahmen bei Rückenschmerzen.

Ursachen & Symptome unspezifischer Rückenschmerzen

Häufig verbindet man unspezifische Rückenschmerzen mit verspannten, verkürzten und überdehnten Muskeln, inzwischen auch immer öfter mit verhärteten Faszien, welche die Muskeln und andere Gewebe umgeben. Die verbreitetsten äußerlichen Ursachen von Rückenschmerzen sind eine einseitige Belastung bei Bewegungsmangel, eine Überlastung durch Übergewicht, stereotype Haltungsmuster bzw. Fehlbelastungen im Alltag und auch die Schwangerschaft. Auch psychische Belastungen, wie zu viel Stress, können Auslöser für die Leiden sein.

Bewegung Rückentraining

Regelmäßiges Training ist das A und O für einen gesunden Rücken

Auch eine ständige Überkopfarbeit (z.B. beim Malen), sowie Aktivitäten mit dauernd gebeugtem Oberkörper bzw. häufiges Bücken sind typische Ursachen für Rückenschmerzen. In den meisten Fällen sind eine fortlaufende Überstrapazierung sowie eine Vernachlässigung des Rückens Schuld. Heute sieht man Sitzen allein nicht mehr als entscheidende Ursache für diese Art der Rückenschmerzen an – es sei denn es gibt klare ergonomische Fehlstellen am Arbeitsplatz.

2. Spezifische Rückenschmerzen

Spezifische Rückenschmerzen

Bei spezifischen Schmerzen ist das Lokalisieren meist einfacher

Erfolgt hingegen die Diagnose „spezifische Rückenschmerzen“, dann lassen sich bestimmte körperliche (somatische) Auslöser der Leiden lokalisieren. Meist handelt es sich um angeborene oder erworbene Erkrankungen, Verformungen, oder Abnutzungen der Wirbelsäule, oder aber um entzündliche Muskel-, und Bindegewebskrankheiten, aber auch um verletzungsbedingte Schmerzen.


Je nach den unterschiedlichen Erkrankungen sind verschiedene Altersgruppen von spezifischen Rückenschmerzen betroffen.

Behandlung: für jede der diversen Ursachen wird eine speziell zugeschnittene Behandlungsmethode angewandt, für die umfassende Informationen nötig sind. Aus diesem Grund sollte man von eigenständigen Diagnosen absehen, sondern sich eine genaue Diagnose von einem Arzt einholen. Danach kann im Falle gemeinsam die beste Therapie beschlossen werden.


In manchen Fällen sind Orthesen oder Medikamente, in anderen wiederum Operationen notwendig, um die gewünschte Lebensqualität zurückzuerlangen. Auch Behandlungen wie Ergotherapie, oder manuelle Therapien (Osteopathie bzw. Mobilisation), Massagen, sowie kognitive Verhaltenstherapien (bei psychosozialen Beschwerden) sind Möglichkeiten.

Ursachen & Symptome spezifischer Rückenschmerzen

Dazu zählen etwa eine Skoliose (seitliche Verbiegung der Wirbelsäule) oder auch ein Bandscheibenvorfall (Prolaps) bzw. eine Bandscheibenprotrusion (Vorwölbung). Ein typisches Beispiel ist auch die Scheuermann-Krankheit (Morbus Scheuermann) vor allem unter Jugendlichen – häufig wird der Rücken hier nur als verspannt empfunden und man geht von funktionellen Rückenschmerzen aus, doch es handelt sich um eine krankhafte Wachstumsstörung.


Da die Wirbel unregelmäßig wachsen, kommt es zu Verformungen. Ein auffälliges Symptom ist hier etwa der Rundrücken (Kyphose). Die Spondylolyse ist ein weiteres Beispiel – hier entsteht am Wirbelbogen ein Spalt. Ungefähr die Hälfte aller Fälle führt im Folgenden zu Wirbelgleiten (Spondylolisthese) bzw. degenerativem Wirbelgleiten (Pseudospondylolisthese).

Entzündungen als mögliche Ursache

Entzündung Rückenschmerzen

Eine Entzündung ist eine Möglichkeit für Schmerzen

Auch entzündliche Rückenschmerzen kann man zu den spezifischen Beschwerden zählen. Hier sind häufig Gelenk- und Wirbelentzündungen verantwortlich, die als Spondyloarthritis (SPA) bezeichnet werden. Erwähnenswert ist an dieser Stelle auch die Bechterew-Krankheit (Morbus Bechterew) – es handelt sich hier um Schmerzen, die von einer Entzündung der Beckenfugen ausgehen.


Auch die Psoriasisarthritis zählt hier dazu, welche bei Schuppenflechte (Psoriasis) vorkommt. Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (enteropathische Arthritis) gehören auch zu den Auslösern für spezifische Rückenschmerzen.


Infektionen als Ursache

Infektion Rückenschmerzen

Infektionen sind ebenfalls eine Möglichkeit für Schmerzen

Zudem können Infektionen eine Rolle spielen. Es kann vorkommen, wenn auch nicht häufig, dass Krankheitserreger, meist Bakterien, die Wirbel oder Bandscheiben befallen und dort durch die Infektion eine Entzündung hervorrufen.


Beispiele wären: eine Knochen(mark)entzündung (Osteomyelitis), etwa eines Wirbels (Spondylitis), eine Entzündung der Bandscheiben (Discitis Intervertebralis), oder sogar beides, was dann als Spondylodiszitis bezeichnet wird. Hier können sich auch eitrige Gewebeeinschmelzungen (Abszesse) bilden. Es kann aber auch eine nicht-bakterielle, chronische Osteomyelitis bei Kindern und Jugendlichen vorkommen.


Stoffwechselerkrankungen als Ursache

Stoffwechselerkrankung Rückenschmerzen

Stoffwechselerkrankungen können Rückenschmerzen verursachen

Zudem können seltene Stoffwechselerkrankungen für Rückenschmerzen verantwortlich sein. Handelt es sich um Rachitis, liegt das Problem beim wachsenden Skelett, bei Osteomalazie ist das erwachsene Skelett betroffen. Diese Krankheiten sind selten, führen aber zu Problemen bei der Härtung (Mineralisation) des Skeletts – dieses wird weich und leicht zu verbiegen.


Die Osteoporose, der Knochenabbau, wiederum betrifft sehr häufig Frauen, deren Knochenmasse gerade nach den Wechseljahren deutlich sinkt.


Weitere mögliche Ursachen

Bandscheibenvorwölbung

Eine Bandscheibenvorwölbung ist eine schmerzhafte Ursache für Rückenbeschwerden

Weiters kann eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen die Ursache der Schmerzen sein. Sie kann am Skelett Defekte im Knochen (Osteolypsen) verursachen. Das entzündlich wuchernde Bindegewebe füllt dann die Höhlen der Zysten.


Dadurch werden die betroffenen Knochen, sowie die Wirbel mechanisch weniger belastbar bzw. brüchig. Rückenschmerzen entstehen dann durch die Verkrümmungen der Wirbelsäule (verstärkte Kyphose) und sinternde (degenerierende) Wirbelkörper.

Ebenso Schuld an Rückenschmerzen kann die Osteodystrophie deformans sein – die Paget-Krankheit des Knochens. Sie kennzeichnet sich durch einen krankhaften Umbau, sowie Entzündungen in gewissen Bereichen des Skeletts. Der Knochen an den erkrankten Stellen wird minderwertig und neigt zu Verdickungen und Verbiegungen, hin und wieder auch zu Brüchen. Die Folge sind Gelenk-und Nervenschäden – sowie Schmerzen.

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Chronische Abnutzungserscheinungen der Wirbelsäule führen ebenfalls zu Schmerzen – hierzu zählt die sogenannte Spinalkanalstenose der Lendenwirbelsäule. Symptome sind anhaltende oder zunehmende Kreuzschmerzen, die auch in die Beine ausstrahlen. Auch nennenswert ist in diesem Zusammenhang die Wirbelgelenkzyste (Synovialzyste an der Lendenwirbelsäule). Als Folge von Verschleißungen an den kleinen Wirbelgelenken können sich – wenn auch selten – Zysten an der entzündeten Gelenkinnenhaut (Synovialis) bilden. Hin und wieder stülpen sich diese dann in den Wirbelkanal vor und engen diesen ein.


Sehr selten, aber durchaus möglich, sind Tumore an der Wirbelsäule. Sie können von Strukturen des Rückgrats ausgehen, was sich primäre Geschwülste nennt, oder sie kommen von bösartigen Tumoren anderer Organe, was dann als Metastasen bezeichnet wird. Liegen Skelettmetastasen vor, entstehen diese hauptsächlich durch Brust-, Nieren-, Schilddrüsen-, Lungen-, oder Prostatakrebs. Sind das Becken oder die Lendenwirbelsäule betroffen, können Rückenschmerzen entstehen. Die Symptome entsprechen der Kategorie der „Ischiasschmerzen“.

Rückenbeschwerden Zielgruppe

Arthrose betrifft meist ältere Menschen und verursacht starke Schmerzen

Eine Zwischenposition nimmt die Wirbelsäulenarthrose ein, welche die Facettengelenke betrifft. Sie tritt vor allem in der Lendenwirbelsäule auf, aber auch an der Halswirbelsäule. Zu welcher Form der Rückenschmerzen sie gezählt wird, hängt immer von den individuellen Umständen ab. Auch bestimmte Verletzungen wie Wirbelbrüche können sowohl zur Kategorie der spezifischen als auch der unspezifischen Rückenschmerzen gehören. Hier kann es nachfolgend zu Fehlhaltungen, Fehlstellungen, und zu den damit verbundenen Rückenschmerzen kommen.


Das Fibromyalgie-Syndrom (FMS) sollte ebenso Erwähnung finden. Dabei handelt es sich um eine nicht-entzündliche Erkrankung, bei der die Schmerzen nicht länger als 3 Monate andauern – diese betreffen mehrere Körperbereiche, unter anderem auch den Rücken. Die Ursachen sind hier noch unklar, könnten aber in rheumatischen Erkrankungen, bei Übergewicht, und auch Bewegungsmangel, sowie gewissen psychischen Belastungen liegen.


Zudem kann eine Erkrankung der inneren Organe zu Rückenschmerzen führen. Eine Krankheit, die nur Frauen betrifft geht von den Myomen aus, gutartigen Wucherungen im Muskelgewebe. Sie können unter anderem zu Kreuzschmerzen führen.

Zum Schluss sollten auch neurologische Erkrankungen als Ursachen für Rückenbeschwerden erwähnt werden, wie beispielsweise Entzündungen der Nervenwurzeln (Polyradikulitis), wozu etwa das Guillain-Barré-Syndrom zählt. Es handelt sich dabei um eine Entzündung von Rückenmarkswurzeln (Polyradikulitis) und peripheren Nerven (Polyneuritis). Andauernde Rückenschmerzen sind die Folge.


Anmerkung: Die Einteilung in unspezifische und spezifische Rückenschmerzen wird von einigen Experten kritisch gesehen. Sie dient jedoch als Hilfe, um die vielen unterschiedlichen Arten von Rückenschmerzen ein wenig zu ordnen und einen besseren Überblick zu generieren.


6 Sofortmaßnahmen bei Rückenschmerzen

Wenn Sie sich mit einem der oben stehenden Probleme identifizieren können, oder generell an undefinierbaren Kreuzschmerzen leiden, dann zögern Sie nicht, sich eine professionelle Beratung zu holen. Möchten Sie sich Linderung verschaffen, oder Ihre Angewohnheiten im Alltag präventiv anpassen, dann könnten Ihnen die folgenden Sofortmaßnahmen weiterhelfen:

Tipp #1: Wärmeanwendungen

Wärme bei Rückenbeschwerden

Wärme tut besonders gut bei Rückenbeschwerden

Verspüren Sie nur leichte Rückenschmerzen, kann schon ein wenig Wärme wohltuend wirken. Solche Wärmeanwendungen werden bei nicht-entzündlichen Erkrankungen angewandt. Beispiele wären:


  • Wickel & Packungen
  • Heiße Rolle
  • Heißluft
  • Naturmoor
  • Fango
  • Rotlicht

Wärme sollte allerdings vermieden werden, wenn eine Entzündung der inneren Organe, Krebs oder Epilepsie vorliegt. Personen mit gestörtem Temperaturempfinden, wie etwa Diabetiker, sollten vor der Anwendung einer eigenständigen Wärmetherapie einen Arzt aufsuchen. Ansonsten gilt: verspüren Sie nur leichte Rückenschmerzen und schätzen sie als akut ein, dann können Sie durchaus Wärme dazu benutzen, um sich Linderung zu verschaffen.

Tipp #2: Schmerzmittel

Schmerzmittel Rückenschmerzen

Schmerzmittel bekämpfen nur die Symptome, nicht die Ursache!

In manchen Fällen kommt man um Schmerzmittel nicht herum, um seinen Alltag weiterhin schmerzfrei meistern zu können. Sie können dann sinnvoll sein, wenn man verhindern will, sich unbewusste Schonhaltungen anzugewöhnen, um den Schmerz zu vermeiden. Denn genau diese Fehlhaltungen können in späterer Folge wieder zu neuen Schmerzen führen.


Um gewohnte Bewegungsabläufe ausführen zu können, kann ein Schmerzmittel also eine kurzfristige Lösung sein – doch keine langfristige! 

​Sollten die Schmerzen nicht nach mehr als 6 Wochen nicht verschwinden, handelt es sich nicht mehr um akute Rückenschmerzen, sondern möglicherweise um subakute (6-12 Wochen), zeitweilige (höchstens 3 Monate), oder sogar chronische Rückenbeschwerden (mehr als 12 Wochen). Eine frühzeitige Therapie kann dies verhindern.

Tipp #3: Homöopathie und Naturheilkunde

Tolle Hilfen bietet außerdem auch die Natur an. Nutzen Sie bei akuten Rückenschmerzen etwa:

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    Aconitum C30: Bei akutem Hexenschuss nach Kälteeinwirkung
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    Nux vomica C30: Bei nervöser Anspannung und/oder Verspannungen
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    Arnica D12: Bei Überanstrengung oder Verheben
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    Ferrum phosphoricum D6: Schüssler-Salz in Tablettenform gegen akute Rückenschmerzen
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    Calcium floratum D6: Schüssler-Salz bei wiederkehrendem Hexenschuss
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    Kiefern-, Ingwer-, oder Sandelholzöl: Bei Kreuzschmerzen und Hexenschuss einreiben
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    Bach-Blütentherapie: Oak ist für Menschen, die sehr viel von sich abverlangen, Rock Water bei mangelnder Flexibilität
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    Akupunktur & Kräuterbehandlung: Zur Stärkung der Niere; Akupunktur & Moxibustion des Blasenmeridians hilft ebenso 
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    Ayurveda: Kreuzschmerzen als Ursache von zu viel Vata. Ölmassagen & Kräuteröleinläufe sorgen für Ausgleich

Tipp #4: Übungen

Wenn Sie gerade Rückenschmerzen verspüren und diese loswerden möchten, dann gibt es Übungen, die sich besonders gut dafür eignen. Das wären etwa variable Kniebeugen, Mini-Chrunches oder auch Armheber. Es ist wichtig, dabei die Balance, Flexibilität, Kraft und Leistungsfähigkeit des Rückens anzusprechen.


Regelmäßig zuhause ausgeführt, können Sie so Rückenproblemen vorbeugen, sowie bestehende Kreuzschmerzen lindern. Probieren Sie beispielsweise die folgenden 3 Übungen im Video aus. Damit können Sie Ihre Beschwerden effektiv mindern.

Sind die Schmerzen vor allem im unteren Rücken zu finden, dann helfen diese 3 Übungen sehr gut weiter.  Vielleicht kenne Sie auch – gerade vom Sitzen im Büro – die typischen brennenden Schmerzen im oberen Rücken. Linderung verschaffen in diesem Fall diese speziellen Übungen.


Das tägliche Üben von etwa 15 Minuten kann Belastungen der Wirbelsäule und anderer Gelenke wieder normalisieren. Rückenschmerzen können in vielen Fällen tatsächlich durch Bewegung geheilt werden. Für Büroangestellte empfiehlt sich außerdem das System Ergotron Workfit-A, bei dem abwechselnd im Stehen und im Sitzen gearbeitet wird.

Gegen Anspannung und Stress helfen entspannende Übungen, wie etwa progressive Muskelentspannung, Meditation oder autogenes Training. Diese Verfahren eignen sich gerade auch bei akuten und subakuten Rückenschmerzen.


Tipp #5: Bewegung & Sport

Unterarmstütz Rückenübung

Stützübungen sind tolle Stabilisationsübungen

Prinzipiell ist eine Reduzierung von Übergewicht sinnvoll als vorbeugende Maßnahme, um den Rücken zu entlasten. Doch auch wenn Sie nicht an Übergewicht leiden, hilft körperliche Bewegung auch den Muskeln und Bandscheiben. Regelmäßige Bewegung ist besonders wichtig, um Rückenschmerzen vorzubeugen.


Radfahren und Schwimmen etwa trainiert die Muskulatur ganz hervorragend. Versuchen Sie viel zu Fuß zu gehen oder mit dem Rad zu fahren, und so weit es geht auf das Auto zu verzichten. 

Ein Tipp: bleiben Sie nie länger als 30 Minuten lang in derselben Position. Entspannen Sie Ihre Muskeln, indem Sie sich immer wieder bewegen. Daher wird bei Kreuzschmerzen auch keine Bettruhe empfohlen, und wenn doch, sollte diese nie länger als zwei Tage dauern – ansonsten wird die Muskulatur geschwächt, was die Rückenprobleme noch verschlimmern kann. Aktiv zu sein ist in den meisten Fällen die beste Methode. Ausgenommen davon sind natürlich überlastende Tätigkeiten wie schweres Heben.


Tipp #6: Den Alltag rückenfreundlich gestalten

Neben viel Bewegung können Sie täglich sehr viel dafür tun, damit Sie Ihren Rücken sowohl schonen als auch kräftigen. Zum einen sind belastende Tätigkeiten wie schweres Tragen und auch Heben, sowie eine einseitige Belastung und langes Sitzen sehr belastend für den Rücken – versuchen Sie diese weitestgehend zu vermeiden bzw. im Fall richtig auszuführen. Hier ein paar weitere Tipps:

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    Tragen und Heben: Mit geradem Rücken in die Hocke gehen. Schwere Lasten nah am Körper heben (kurzer Hebelarm)
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    Herunter- und Vorbeugen: In die Knie gehen, den Rücken möglichst nicht beugen
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    Verteilung des Gewichts: Gleichmäßige anstatt einseitige Belastungen
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    Aufstehen bzw. Hinsetzen: Nie ohne aufgerichtetes Becken ausführen; Arme und Beine zum bewussten Abstützen einsetzen; 
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    Sitzen: Eine gerade oder leicht nach vorn geneigte Sitzfläche ist gut, die Rückenlehne sollte leicht nach hinten geneigt sein. 
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    Matratze: Überprüfen Sie, ob Ihre Matratze das Rückgrat gut stützen kann und schmerzfreies Liegen möglich ist 
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    Schuhe: Auch die richtigen Schuhe sind entscheidend, um die Wirbelsäule zu entlasten
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    Pausen: Entspannungspausen sind wichtig; versuchen Sie es mit Muskelrelaxation, Meditation, oder autogenem Training
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    Ernährung: Kalzium, Fluorid, essenzielle Fettsäuren, die Vitamine C, D und E, sowie B-Vitamine, Magnesium, Selen & Zink
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    Trinken: Viel trinken, um die Bandscheiben durch viel Flüssigkeitsaufnahme mit Nährstoffen zu versorgen
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    Einstellung: Die Einstellung zu Rückenschmerzen beeinflusst den Verlauf & die Behandlung. Positiv Denken heißt die Devise
Gerald Dorsofit

Über mich

Als Magister der Sportwissenschaften und Personal Trainer, weiß ich um die Wichtigkeit eines gesunden Rückens bestens Bescheid. 


Ich habe selber vorgewölbte Bandscheiben in der Lendenwirbelsäule und berate meine Besucher mit meinen Erfahrungen rund um Rückenbeschwerden, Rückentraining und ergonomisches Arbeiten